Der Reinertrag ist eine zentrale Größe in der Immobilienbewertung und beschreibt die nachhaltig erzielbaren jährlichen Einnahmen einer Immobilie nach Abzug der Bewirtschaftungskosten. Er ist die Differenz zwischen dem Rohertrag(den Bruttoeinnahmen) und den nicht umlagefähigen Betriebskosten. Der Reinertrag ist die Basis für das Ertragswertverfahren, das den Wert einer Immobilie aus ihren zukünftigen Erträgen ableitet.
Die Bewirtschaftungskosten umfassen alle Aufwendungen, die für die Verwaltung und den Betrieb der Immobilie notwendig sind, aber nicht auf den Mieter umgelegt werden können. Dazu gehören die Kosten für die Verwaltung durch einen Immobilienverwalter, die Kosten für die Instandhaltung und Instandsetzung und das Mietausfallwagnis. Um den nachhaltig erzielbaren Reinertrag zu ermitteln, zieht der Sachverständige diese Kosten vom Rohertrag ab. Der Reinertrag dient zur Berechnung des Ertragswerts, indem er mit dem Vervielfältiger kapitalisiert wird. Für Kapitalanleger und Investoren ist der Reinertrag eine wichtige Kennzahl, da er die tatsächliche Rentabilität einer vermieteten Immobilie widerspiegelt.