Bewirtschaftungskosten sind alle Ausgaben, die regelmäßig für die Verwaltung, Instandhaltung und den Betrieb einer Immobilie anfallen. Sie sind im Gegensatz zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten laufende Betriebsausgaben. Zu den Bewirtschaftungskosten zählen unter anderem Verwaltungskosten (z. B. Honorare für die Hausverwaltung), Betriebskosten (z. B. Kosten für Heizung, Wasser und Müllabfuhr), Instandhaltungskosten (Ausgaben für die Erhaltung des baulichen Zustands) und Instandsetzungskosten (Ausgaben zur Behebung von Mängeln).
Im Kontext der Immobilienbewertung spielen die Bewirtschaftungskosten eine zentrale Rolle, insbesondere bei der Ertragswertmethode. Gemäß der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) werden sie vom nachhaltig erzielbaren Rohertrag abgezogen, um den Reinertrag zu ermitteln. Die Höhe der Bewirtschaftungskosten hängt dabei stark von der Art, dem Alter und dem Zustand der Immobilie ab. Bei der Wertermittlung werden in der Regel Erfahrungswerte oder pauschale Sätze als Grundlage verwendet, die sich an den tatsächlichen Kosten vergleichbarer Objekte orientieren.