Die Kaufpreissammlung ist eine amtliche Datensammlung, in der alle notariell beurkundeten Kaufverträge über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Immobilien erfasst werden. Sie wird von den Gutachterausschüssen für Grundstückswerte geführt und ist die wichtigste Grundlage für die Schaffung von Markttransparenz auf dem Immobilienmarkt. Die rechtliche Grundlage ist das Baugesetzbuch (BauGB). Die Daten sind streng vertraulich und dürfen nur anonymisiert und statistisch ausgewertet verwendet werden.
Die Kaufpreissammlung enthält detaillierte Informationen zu den Transaktionen, wie den Kaufpreis, die Art und Größe des Grundstücks, die Art des Gebäudes, Baujahr, Zustand, und die vereinbarten vertraglichen Regelungen. Aus dieser Sammlung leiten die Gutachterausschüsse wichtige Daten für die Wertermittlung ab. Dazu gehören die Bodenrichtwerte, die Liegenschaftszinssätze und die Sachwertfaktoren. Diese Kennzahlen werden in den verschiedenen Verfahren zur Immobilienbewertung, wie dem Sachwertverfahren und dem Ertragswertverfahren, verwendet. Die Sammlung dient auch als Grundlage für die Erstellung von Gutachten über den Verkehrswert einer Immobilie und ist somit unerlässlich für eine sachgerechte und nachvollziehbare Wertermittlung.