Ein Finanzierungsplan ist eine detaillierte Aufstellung aller Kosten und Einnahmen, die mit einem Immobilienvorhaben verbunden sind. Er ist ein zentrales Dokument für jeden Immobilienkäufer und Bauherrn, da er die finanzielle Machbarkeit des Vorhabens darlegt. Die Erstellung eines Finanzierungsplans ist ein wesentlicher Bestandteil der Immobilienfinanzierung.
Ein vollständiger Finanzierungsplan gliedert sich in zwei Teile: die Kosten und die Finanzierungsmittel. Auf der Kostenseite werden neben dem Kaufpreis oder den Herstellungskosten auch alle anfallenden Nebenkosten wie die Grunderwerbsteuer, die Notar- und Gerichtskosten sowie die Maklerprovision aufgeführt. Hinzu kommen gegebenenfalls Ausgaben für eine Modernisierung oder Instandsetzung. Auf der Finanzierungsseite werden alle verfügbaren Mittel aufgelistet, also das Eigenkapital (Ersparnisse, Bausparguthaben) und das Fremdkapital (Darlehen, Hypothek). Der Finanzierungsplan muss eine ausgeglichene Bilanz aufweisen, bei der die Gesamtkosten durch die Gesamtheit der Finanzierungsmittel gedeckt sind. Ein gut durchdachter Finanzierungsplan ist die Grundlage für die Kreditvergabe durch eine Bank und dient dazu, das finanzielle Risiko für den Käufer zu minimieren.