Eigenkapital ist der Teil des Kapitals, den ein Investor oder Käufer aus eigenen, nicht fremden Mitteln in eine Investition einbringt. Es stellt das Gegenstück zum Fremdkapital dar und ist ein entscheidender Faktor für die Finanzierung von Immobilien. Die Höhe des Eigenkapitals beeinflusst maßgeblich die Kreditkonditionen und das Risiko für den Kreditgeber.
Banken verlangen in der Regel einen Eigenkapitalanteil von 15 bis 20 % des Kaufpreises, um die Finanzierung zu genehmigen. Oft sollen damit mindestens die Erwerbsnebenkosten, wie die Grunderwerbsteuer, die Notar- und Gerichtskosten sowie die Maklerprovision, gedeckt werden. Das Eigenkapital kann aus verschiedenen Quellen stammen, wie erspartem Geld, vorhandenen Wertpapieren oder dem Wert einer bereits schuldenfreien Immobilie. Die Bedeutung von Eigenkapital liegt darin, dass es das finanzielle Risiko für den Kreditgeber verringert. Je höher der Anteil an Eigenkapital ist, desto geringer ist das Risiko eines Kreditausfalls für die Bank. Für den Käufer selbst bedeutet ein hoher Eigenkapitaleinsatz, dass er weniger Fremdkapital aufnehmen muss, was zu niedrigeren Zinsbelastungen und einer schnelleren Tilgung des Kredits führt. In der Immobilienbewertung spielt das Eigenkapital eine indirekte Rolle, da es die Kaufentscheidung und die Finanzierungsmöglichkeiten beeinflusst.