Der Regionalfaktor, auch als Regionalwertfaktor oder Regionalisierungsfaktor bekannt, ist eine Kenngröße, die in der Wertermittlung von Immobilien verwendet wird. Er dient dazu, den Wert eines Objekts an die spezifischen Preisverhältnisse in einer bestimmten Region oder einem bestimmten Gebiet anzupassen. Im Gegensatz zu den überregionalen Durchschnittswerten berücksichtigt der Regionalfaktor die lokalen Gegebenheiten des Marktes.
Die Höhe des Regionalfaktors hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Wirtschaftskraft der Region, der Infrastruktur, der Bevölkerungsentwicklung, der Kaufkraft und den lokalen Mietpreisen. Er wird in der Regel von den regionalen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte in ihrem jährlichen Immobilienmarktbericht veröffentlicht und basiert auf einer Auswertung der Kaufpreissammlung. Ein Regionalfaktor von 1,0 bedeutet, dass die Immobilienpreise in der Region dem bundesweiten Durchschnitt entsprechen. Liegt der Faktor über 1,0, sind die Preise höher, liegt er darunter, sind sie niedriger. Ein Sachverständiger verwendet den Regionalfaktor, um den aus allgemeinen Daten ermittelten Verkehrswert eines Objekts an die spezifische Mikrolage und Makrolage anzupassen.