Ein Satteldach ist eine der am häufigsten vorkommenden Dachformen in Deutschland. Es besteht aus zwei entgegengesetzt geneigten Dachflächen, die sich am höchsten Punkt, dem sogenannten Dachfirst, treffen. Die beiden Giebelseiten des Gebäudes sind bei dieser Dachform senkrecht.
Das Satteldach zeichnet sich durch seine einfache, bewährte Bauweise aus. Es bietet eine hohe Stabilität und ist aufgrund seiner klaren Geometrie relativ einfach zu konstruieren und zu warten. Im Gegensatz zu komplexeren Dachformen wie dem Walmdach bietet ein Satteldach oft mehr nutzbaren Raum im Dachgeschoss, da die Giebelflächen mehr Stehhöhe ermöglichen. Die Neigung der Dachflächen, die Dachneigung, kann variieren und wird oft im Bebauungsplan oder der Landesbauordnung (LBO) vorgeschrieben. Bei der Immobilienbewertung spielt die Dachform eine Rolle, da sie die Herstellungskosten und die Wohnfläche beeinflusst. Aufgrund seiner Witterungsbeständigkeit und Effizienz ist das Satteldach eine kostengünstige und populäre Wahl.