Der Familienindex ist ein in der deutschen Familienpolitik relevanter Begriff. Er bezeichnet eine Kennzahl, die die finanzielle Belastung von Familien bei der Immobilienfinanzierung im Vergleich zu kinderlosen Haushalten misst. Er dient als Indikator, um die Familienfreundlichkeit des Immobilienmarktes und der Förderpolitik zu bewerten. Der Familienindex ist keine gesetzliche Norm, sondern eine volkswirtschaftliche Kennzahl, die von verschiedenen Instituten und Verbänden, wie beispielsweise der Bausparkasse, veröffentlicht wird.
Der Familienindex bezieht Faktoren wie die Höhe der Kaufnebenkosten, die Grunderwerbsteuer, die Tilgungs– und Zinslast sowie die staatlichen Förderungen für Familien in die Berechnung mit ein. Er zeigt, dass die finanziellen Hürden für Familien bei der Anschaffung eines Eigenheims oft höher sind als für kinderlose Haushalte, auch wenn sie staatlich gefördert werden. Der Index soll auf diese Ungleichheit aufmerksam machen und die Politik dazu anregen, Familien beim Erwerb von Wohneigentum stärker zu unterstützen.