Ein Walmdach ist eine Dachform, bei der alle Seiten des Daches geneigt sind und zu einem First zusammenlaufen. Im Gegensatz zum klassischen Satteldach, das aus nur zwei geneigten Dachflächen besteht, hat ein Walmdach vier geneigte Dachflächen. Die kürzeren, geneigten Flächen an den Giebelseiten werden als Walme bezeichnet.
Der Vorteil eines Walmdaches liegt in seiner Stabilität und Widerstandsfähigkeit gegenüber Windlasten, da es dem Wind eine geringere Angriffsfläche bietet. Dies macht es zu einer beliebten Dachform in windreichen Regionen. Es schützt auch die darunterliegenden Wände besser vor Witterungseinflüssen. Allerdings ist ein Walmdach in der Regel aufwendiger und teurer in der Konstruktion als ein Satteldach und es verringert die nutzbare Fläche im Dachgeschoss. Bauordnungsrechtlich sind die Vorschriften der Landesbauordnung (LBO) und der Bebauungspläne zu beachten, die oft die Dachform vorschreiben. Bei der Immobilienbewertung spielt die Dachform eine Rolle, da sie die Herstellungskosten und die Wohnfläche im Dachgeschoss beeinflusst.