Ein Tiny House ist ein besonders kleines Wohngebäude, das meist zwischen 15 und 50 Quadratmeter groß ist und durch eine kompakte, effiziente Raumaufteilung geprägt wird. Der Begriff umfasst sowohl stationäre Kleinsthäuser als auch mobile Varianten auf Anhängern. Charakteristisch ist die Konzentration auf das Wesentliche bei gleichzeitiger Nutzung innovativer und platzsparender Wohnkonzepte.
Die Entstehung der Tiny-House-Bewegung geht auf die USA zurück, wo sie als Reaktion auf steigende Immobilienpreise und den Wunsch nach minimalistischem Wohnen entstand. Inzwischen erfreuen sich Tiny Houses auch in Europa wachsender Beliebtheit. Sie werden sowohl als dauerhafte Wohnform als auch als Ergänzung genutzt, etwa als Ferienhaus, Büro oder Gästehaus.
Baurechtlich gelten für Tiny Houses dieselben Anforderungen wie für andere Wohngebäude, etwa in Bezug auf Baugenehmigung, Abstandsflächen, Energieeffizienz und Anschluss an die Infrastruktur. Mobile Tiny Houses können teilweise als Sonderbauten eingestuft werden, dennoch ist auch hier meist eine Genehmigung erforderlich.