Das Mansarddach ist eine spezielle Dachform, die nach dem französischen Architekten François Mansart benannt wurde. Es ist eine Mischung aus einem Satteldach oder Walmdach und einem geknickten Dach. Die untere Dachfläche ist steiler geneigt als die obere und in der Regel fast senkrecht, was eine optimale Raumnutzung unter dem Dach ermöglicht.
Durch die steile Neigung der unteren Dachhälfte entsteht ein Geschoss, das als vollwertiger Wohnraum genutzt werden kann, ohne dass ein zusätzliches Obergeschoss errichtet werden muss. Dies war insbesondere in der Vergangenheit von großer Bedeutung, um die Höhe eines Gebäudes im Sinne der Bauvorschriften nicht zu überschreiten. Um Licht in die Mansardenzimmer zu bringen, werden häufig spezielle Mansardfenster oder Gauben in die Dachflächen eingelassen. Ein Mansarddach ist in der Regel aufwendiger in der Herstellung als ein einfaches Satteldach, da die geknickte Form und die komplexeren Dachanschlüsse einen höheren handwerklichen Aufwand erfordern. Es findet sich häufig bei Gründerzeit-Bauten und Altbauten und gilt als ein repräsentatives und elegantes architektonisches Element, das den Wert einer Immobilie steigern kann.