Ein Bauschaden ist eine nachteilige, wertmindernde Veränderung der Substanz eines Bauwerks. Im Gegensatz zum Baumangel, der eine Abweichung des Bauwerks vom vereinbarten Soll-Zustand darstellt, ist ein Bauschaden eine Folge von Einwirkungen, die zur physischen Schädigung der Bausubstanz führen. Ein Bauschaden kann die Folge eines Baumangels sein, er kann aber auch durch äußere Einflüsse wie Witterung, unsachgemäße Nutzung, Alterung oder einen Unfall entstehen.
Typische Beispiele für Bauschäden sind Risse im Mauerwerk, Feuchtigkeitsschäden durch undichte Dächer oder Leitungen, Schimmelbefall, Korrosion an tragenden Elementen oder die Zersetzung von Holz. Ein Bauschaden kann die Gebrauchstauglichkeit, Standsicherheit oder Ästhetik eines Gebäudes beeinträchtigen. Die Feststellung und Beurteilung von Bauschäden ist eine zentrale Aufgabe eines Sachverständigen. Für die Immobilienbewertung ist die korrekte Erfassung von Bauschäden von großer Bedeutung, da die Kosten für deren Beseitigung den Verkehrswert der Immobilie erheblich mindern. Der Beseitigungsaufwand und die damit verbundene Wertminderung werden in einem Verkehrswertgutachten gesondert ausgewiesen.