Der Verbraucherpreisindex (VPI) ist eine statistische Kennzahl, die die durchschnittliche Preisentwicklung von Waren und Dienstleistungen abbildet, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen. Er wird vom Statistischen Bundesamt ermittelt und gilt als wichtigster Indikator für die Inflationsrate in Deutschland. Der VPI basiert auf einem sogenannten „Warenkorb“, der eine Vielzahl von Gütern und Dienstleistungen enthält, deren Preise regelmäßig erhoben werden. In der Immobilienwirtschaft hat der Verbraucherpreisindex eine besondere Relevanz für die Wertsicherung von Mieten. Viele Gewerbemietverträge und auch einige Wohnungsmietverträge sind als indexierte Mieten ausgestaltet. Dies bedeutet, dass die Miete automatisch an die Entwicklung des VPI gekoppelt ist. Bei einem Anstieg des Verbraucherpreisindexes kann der Vermieter die Miete um den gleichen Prozentsatz erhöhen, was für beide Vertragsparteien eine gewisse Planungssicherheit schafft. Für die Immobilienbewertung ist der VPI relevant, da er die allgemeine Kaufkraft und Preisentwicklung in der Volkswirtschaft widerspiegelt, was wiederum indirekt die Attraktivität und den Wert von Immobilien beeinflussen kann.