Der Giebel ist der obere, meist dreieckige Abschluss einer Hauswand, der zwischen den geneigten Dachflächen liegt. Er bildet die Stirnseite eines Gebäudes und prägt oft dessen architektonisches Erscheinungsbild. Je nach Bauweise kann der Giebel schlicht gehalten oder mit Fenstern, Verzierungen und unterschiedlichen Materialien gestaltet sein.
In bautechnischer Hinsicht übernimmt der Giebel keine tragende Funktion für die Dachkonstruktion, sondern schließt diese seitlich ab. Seine Form hängt von der jeweiligen Dachkonstruktion ab: Bei Satteldächern entsteht der klassische Dreiecksgiebel, während bei Walmdächern der Giebel durch abgeschrägte Dachflächen verkürzt oder ganz ersetzt wird. Auch Sonderformen wie Staffelgiebel, Krüppelwalmdach oder Ziergiebel sind möglich und finden sich häufig in bestimmten regionalen Bautraditionen.
Neben der gestalterischen Wirkung hat der Giebel auch funktionale Aspekte. Er schützt die seitliche Gebäudehülle vor Witterungseinflüssen und ermöglicht durch Fenster oder Gauben zusätzliche Belichtung und Belüftung des Dachraumes.