Eine Attika ist ein architektonisches Bauelement, das den oberen Abschluss einer Fassade bildet. Sie ist ein kleiner, meist dekorativer Aufbau über dem Hauptgesims eines Gebäudes, der oft als Balustrade oder Brüstung dient. Ursprünglich aus der griechischen Antike stammend, wurde die Attika in der Renaissance und im Klassizismus wieder aufgegriffen.
Die Attika hat in erster Linie eine gestalterische Funktion. Sie kann die Höhe des Gebäudes optisch strecken oder architektonische Elemente wie Statuen oder Verzierungen tragen. In der modernen Architektur wird die Attika oft als schlichter Mauervorsprung ausgeführt, der ein Flachdach nach außen hin verdeckt und vor Witterungseinflüssen schützt. Bauordnungsrechtlich ist die Attika von Bedeutung, da sie die zulässige Höhe eines Gebäudes beeinflussen kann. Bei der Immobilienbewertung spielt die Attika eine Rolle, da sie die Herstellungskosten erhöht und das ästhetische Erscheinungsbild beeinflusst. Das Vorhandensein einer Attika kann in einem Gutachten einen wertsteigernden Faktor darstellen, wenn sie zum Baustil der Immobilie passt.